2. Januar 2013Das Agenturjahr 2012: große Projekte, kreative Konzepte und ein Fisch mit spitzeren Zähnen.

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„Intevi ist in der Branche ja fast schon so was wie ein Dinosaurier“, hatte ein Fachjournalist während eines Telefongesprächs irgendwann im Sommer 2012 gemeint. Mit Blick auf die ständigen Personalwechsel, Gründungen, Schließungen, Verkäufe und Umfirmierungen in der Agenturszene wollte er seine Aussage aber unbedingt als Kompliment verstanden wissen. Blickt man nämlich mal ins Gründungsjahr der Intevi 1990 zurück und schaut, welche Agenturen von damals sich noch heute im Geschäft tummeln, sind das nun wirklich nicht viele und man kann nicht anders, als dem Branchenkenner der schreibenden Zunft beizupflichten. Intevi – eine Traditionsmarke unter den deutschen Werbeagenturen? Nichts dagegen. Nur Staub ansetzen sollte die Marke nicht. Gönnen wir ihr also eine Frisch- zellenkur: Das Markenlogo wird erneuert, der Name besser lesbar, der Piranha im Verhältnis zum Namen kleiner und seine Beißerchen bissiger. Die Zusatzfarbe ist jetzt ein reines Cyan. Schön frisch! Infolge dieses Redesigns ändert sich natürlich auch der gesamte Markenauftritt on- und offline. So geschehen im Dezember 2012, und weil es für die geschätzten Leserinnen und Leser des Piranjahrbuchs 2012 so offensichtlich ist, wollten wir es hier gleich an den Anfang unseres Jahresrückblicks stellen.

Doch ab jetzt geht’s chronologisch zu, also zurück zum Jahresbeginn 2012! Da war der Kreuzfahrtkatalog der MS Deutschland für die Reederei Peter Deilmann der erste große Auftrag des Jahres, das überhaupt stark geprägt war von wenigen, dafür aber umso größeren Aufgaben. Die erste weitere Reise führte uns bei Eis, Schnee und Minusgraden am 26. Januar 2012 ins nordhessische Korbach. Trotzdem: Wintersportausrüstung hatten wir nicht im Gepäck, dafür aber eine heiße Kampagne für Continental Motorradreifen, mit der wir im Korbacher Conti-Werk antraten und den Pitch gewinnen wollten. Auf der Rückfahrt wurden wir von einem verdammt guten Gefühl begleitet, eine Woche Zeit zum Entscheiden wollten sich die Verantwortlichen nehmen.Viel Zeit zum Nachdenken blieb jedenfalls nicht, denn nur ein paar Tage später saßen wir in einem Marktforschungsstudio hinterm Spiegel und verfolgten die Diskussionen der Fokusgruppen über unsere Kampagne für die polnische Biermarke Tyskie. In aller Bescheidenheit: Das Ergebnis war schlicht bombig und so konnte unsere Kampagne mit den deutsch-polnischen Lehnwörtern an den Start gehen.

Kurz darauf, am 6. Februar, ging es in Neuss um den Deutschland-Etat der Marke OKI. Jede Menge los also in den ersten Wochen des Jahres, zumal uns auch der versprochene Anruf von Continental erreichte. Die Wahl war auf Intevi gefallen! Und auch OKI sah gut aus, drei Konkurrenten waren ausgeschieden, nur noch zwei Agenturen im Rennen. Am Ende sollte es trotz starker Kreativleistung nicht zum Etatgewinn reichen, aber wir hatten auch so alle Hände voll zu tun. Für die Johanniter galt es, die Jubiläumskampagne zum 60. Geburtstag umzusetzen und J.D. Neuhaus hatte uns mit der Runderneuerung des Markenauftritts beauftragt. Hinzu kam mit der Sparkasse Euskirchen ein Neukunde mit durchaus kniffliger Aufgabenstellung und ab Ende April, Anfang Mai standen auch bei FTI Touristik die Zeichen auf Arbeit. Wir sollten die drei wichtigsten Konzernmarken FTI als klassischen Reiseveranstalter, Sonnenklar als Reise- Shoppingsender mit Wachstumspotenzial und 5 vor Flug als Last-Minute-Anbieter schärfer profilieren, positionieren und jeweils Kreativkonzepte entwickeln. Eine Aufgabe, die uns bis in den Herbst hinein beschäftigt hat. Kurz vor der Sommerpause klopfte zudem auf Empfehlung unseres Kunden Galeria Kaufhof die Konzernmutter Metro bei Intevi an. Der Düsseldorfer Handelsriese suchte eine Agentur für die Modeeigenmarken und es dauerte auch nicht lange, da war die Sache zu unseren Gunsten entschieden. Düsseldorf war im Sommer übrigens auch der Schauplatz einer Plakatkampagne, die wir uns für den Kölner Zoo aus- gedacht hatten und die sowohl in der Landeshauptstadt als auch in Köln für reichlich Aufmerksamkeit und Presseecho sorgte. Eine weitere Empfehlung von Galeria Kaufhof bescherte uns im Herbst noch einen neuen Kunden: Dreesen Frische Kräuter. Unsere Aufgabe war die Entwicklung eines neuen Markenzeichens, die Neugestaltung des Packagings und der Entwurf eines Kommunikationskonzepts.

Bleibt noch nachzutragen, dass Continental seiner Zusage nur zu gerne auch die Umsetzung der Kampagne hätte fol-gen lassen, aber der Startschuss ist bis heute leider nicht gefallen. Die Hoffnung liegt auf 2013! Doch 2012 war ein toller Kreativjahrgang für Intevi und so gab es im Winter auch einige Arbeit mit der Kampagneneinreichung bei Kreativwettbewerben. Eine gute Nachricht ist davon auch schon zu vermelden, denn kurz vor Weihnachten trudelte die frohe Botschaft ins Haus, dass mit Tyskie, J.D. Neuhaus und dem Kölner Zoo gleich alle drei eingereichten Kampagnen ins Jahrbuch der Werbung 2012 aufgenommen wurden! Stark.

gk